15.07.2008
Wörter wandern - Germanismen und seltsame deutsche Wortschöpfungen
AnglizismenViele Wörter wandern heutzutage bekanntlich aus dem Englischen ein. Die nicht immer geliebten Anglizismen rufen dann die „Denglisch“ - Kritiker auf den Plan.
Schon im 17./18. Jahrhundert wehrten sich deutsche Sprachschützer gegen lateinische und französische Einflüsse auf die deutsche Sprache und kreierten eigene deutsche Wörter. Daher gibt es für einige Dinge zwei Ausdrücke, wie z.B.: Augenblick - Moment.
Andere, seltsame Wortkreationen konnten sich nicht durchsetzten, z.B.:
- der Meuchelpuffer = Pistole
- der Haarkräusler = Friseur
- die Dörrleiche = Mumie
Auch etliche deutsche Wörter sind ausgewandert („Germanismen“).
So tragen Wanderer in Japan einen ryukkusakku, in Ostafrika gehen die Kinder in die shule und in Papua-Neuguinea schimpft man jemanden ein rinfi (Rindvieh).
Oft ändern die Wörter beim Auswandern ihre Bedeutung:
Die Brasilianer streichen sich schmier auf's Brot, in Italien bestellt man wurstel con krauti, in Finnland macht man kaffepaussi und in Russland isst man buterbrot.
Liebe Leser, wenn Sie weitere Wortspiele kennen, setzen wir diese gerne mit auf unsere Seite!
Wir freuen uns auf Ihre Ergänzungen!
Ihr lost in translation? Team
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